{"id":300,"date":"2008-07-27T20:00:54","date_gmt":"2008-07-27T19:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.j-liebl.de\/?p=300"},"modified":"2008-07-27T20:00:54","modified_gmt":"2008-07-27T19:00:54","slug":"mongolei-reise-27-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-liebl.de\/?p=300","title":{"rendered":"Mongolei Reise &#8211; 27. Juli"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fch am morgen stehen wir auf. Mir geht es wieder besser. Leichte Kopfschmerzen begleiten mich beim Fr\u00fchst\u00fcck. Kaum merke ich wie sie langsam verfliegen. Das bepacken der Maschinen dauert sehr lang. Wir tr\u00f6deln, schrauben noch an den Motorr\u00e4dern, laufen 6 mal hin und her, weil wir noch etwas vergessen haben und ich bin \u00fcber 15 Minuten damit besch\u00e4ftigt uns eine Helmkamera zu basteln.<br \/>\nIch teste diese ausgiebig im Hinterhof und bin gespannt was f\u00fcr Bilder sie wohl machen wird. \u00dcber die letzten Tage habe ich schon einige mal versucht w\u00e4hrend der Fahrt zu filmen. Dies klappt eigentlich auch recht gut. Das gro\u00dfe Problem jedoch ist, dass spontane Aufnahmen unm\u00f6glich sind. Immer braucht man ein bis zwei Minuten, bis man sie aus dem Rucksack gekramt hat.<br \/>\nEs geht los. Nach eine Stunde erreichen wir das kleine Dorf, in dem wir vor zwei Tagen kehrt gemacht haben. Wir fahren ohne mit der Wimper zu zucken vorbei. Endlich geht es weiter!<br \/>\nDie Stra\u00dfe wird nun richtig ruppig. Bodenwellen in einer Formation die einen glauben lassen, man w\u00fcrde auf einem nie mehr enden wollenden riesigen Waschbrett, bis an das Ende der Welt fahren. Immer mehr Teile klappern an meiner Maschine. Ich kann beobachten wie sich die Mutter, die meinen Drehzahlmesser h\u00e4lt, bei jedem Schlag einer halbe Umdrehung mehr in Richtung Freiheit erzielt.<br \/>\nNerv\u00f6s betaste ich meine Abdeckplane vom Rucksack. Es ist heute extrem windig. St\u00e4ndig muss ich sie wieder richtig ziehen. Leider vernachl\u00e4ssige ich diese \u00dcberpr\u00fcfung. Gegen Mittag ist von meiner Plane, sowie Joshs Hut und meinem kurzem Trekkinghemd nichts mehr zu sehen. Er f\u00e4hrt zur\u00fcck, w\u00e4hrend ich warte und ein par Muttern nachziehe. Kopfsch\u00fcttelnd kommt er zur\u00fcck. Spurlos verschwunden.<br \/>\nWir haben Orientierungsprobleme. Das GPS hat schon lange den Dienst quittiert. Am Rande steht einer alter Mongole mit seiner Frau. Wir halten und erkundigen uns nach der ungef\u00e4hren Richtung. Alles okay. Wir sind auf dem richtigen Weg. F\u00fcr die Gef\u00e4lligkeit helfen wir den beiden mit unserem Werkzeug aus. Siehe da sie k\u00f6nnen weiterfahren und deuten sogar an, dass sie das selbe Tagesziel haben. Perfekt jetzt brauchen wir uns erstmal keine sorgen mehr um den Weg zu machen.<br \/>\nDie beiden machen ein ordentliches Tempo. Josh klebt ihnen an den Fersen, w\u00e4hrend ich versuche ein gutes Zwischentempo zu erreichen, um mein Gef\u00e4hrt nicht zu sehr zu qu\u00e4len. Ich sehe es immer wieder in meinen Gedanken. Mein Motorrad bricht am Rahmen und wir m\u00fcssen dann gucken, wie wir unser Gep\u00e4ck noch schleppen k\u00f6nnen. Als w\u00e4re das noch nicht genug, k\u00f6nnen wir auf einmal nicht mehr weiter. Ein Fluss versperrt uns die weiterfahrt. Hier nun aus europ\u00e4ischer Sicht aufgepasst. Meistens sind diese Fl\u00fcsse weder tief noch sonderlich breit. Sie verlaufen in mehreren,sich immer wieder kreuzenden B\u00e4chen. \u00dcberquert man einen solchen, so hat man meist noch drei oder vier \u00dcberquerungen vor sich. Hat man Pech findet man sich auf einer Insel wieder, wo ein Umkehren der einzig richtige Weg ist. Nach dem zweiten Anlauf gelingt es uns mit 3 \u00dcberquerungen auf das andere Ufer. Mir wurde es dabei recht mulmig. Was w\u00fcrde passieren, wenn unsere schweren Maschinen mitten im Flussbett stecken bleiben? Nun ja ich bin gl\u00fccklich zu verk\u00fcnden, dass ich es bis heute nicht wei\u00df.<br \/>\nDie restliche Fahrt wird zunehmend anstrengend. Unsere schnellen Begleiter sind im Durchschnitt viel langsamer als wir ohne sie. St\u00e4ndig m\u00fcssen wir anhalten und die Maschine wieder in Stand setzen. Sie verlieren viel Luft. Der Hinterreifen macht nicht mehr viel Kilometer. Sie wollen uns einen Ersatzschlauch abkaufen. Wir verneinen jedoch. Wir sind noch zu gr\u00fcn hinter der Ohren, um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob wir sie vllt. selber noch brauchen werden.<br \/>\nAn einer Tankstelle die kein Treibstoff mehr in den Tanks hat, verabschieden wir sie. Sie kennen die Besitzer. Nun haben wir kein schlechtes Gewissen mehr. Hier werden sie gut versorgt.<br \/>\nEs f\u00e4ngt an zu d\u00e4mmern. Unser bislang l\u00e4ngster Tag auf den Motorr\u00e4dern. Noch \u00f6fters fragen wir nach der Richtung. Erstaunlicherweise sind wir nach wie vor auf dem richtigen Weg.<br \/>\nInzwischen wei\u00df ich nicht mehr zu sagen wie sp\u00e4t es ist. Zeitlos fahren wir dem Horizont entgegen, w\u00e4rend die Sonne die Gipfel der gro\u00dfen Berge streichelt. Erleichtert zeigt sich die Haut. Frischer Fahrtwind ersetzt die hei\u00dfen Strahlen. Ein kleines D\u00f6rfchen tut sich vor uns auf. Es passt nicht in die Landschaft. Wie eine Filmkulisse aus einem schlechten Film. Direkt neben dem ersten Haus steht eine kleine Tankstelle. Wir fahren hin. Sie sieht aus, als w\u00e4re sie schon lange nicht mehr benutzt worden. Zun\u00e4chst kommt niemand. Josh will ein par Fotos machen. Pl\u00f6tzlich springt ein junger Mongole mitten in das Bild. Er spricht gebrochenes Englisch und fordert uns auf mit in sein Haus zu kommen. Dies lassen wir uns nicht zweimal sagen. Der Gedanke an eine warme Mahlzeit tut der Seele gut. Die Tankstelle funktioniert sowieso nicht. Ein Kind hat einen Stock gegen einen der nicht gerade soliden Strommasten geworfen.<br \/>\nWir werden sehr herzlich empfangen. Vater und die \u00e4lteste Tochter bereiten eine Mahlzeit f\u00fcr uns vor w\u00e4rend die beiden kleinsten mit meiner Kamera spielen. Wir haben unglaubliches Gl\u00fcck. Der Junge nimmt tats\u00e4chlich die Kamera mit in die Privatr\u00e4ume und filmt f\u00fcr uns die ganze Zeit. Sicherlich selten. Neugierig schauen wir uns die Aufnahmen sp\u00e4ter im Zelt an. Wir haben etwas abseits vom Dorf unser Zelt aufgeschlaugen. Wir erhalten einen tollen Einblick und k\u00f6nnen uns nun gut vorstellen, wie das leben auf dem Dorf wohl ist.<br \/>\nDas Essen hat uns gut getan. Ich wei\u00df das ich es in Deutschland nichteinmal anger\u00fchrt h\u00e4tte. Immer wieder feste Fettkl\u00fcmpchen und der wiederliche Gestank eines vergammelten Schafes. Dennoch Abwechslung ist hier alles. Wenn alles nach Plan abl\u00e4uft erreichen wir unser erstes Ziel bereits morgen&#8230;<\/p>\n<p><object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,29,0\" width=\"440px\" height=\"350px\">\n\t<param name=\"movie\" value=\"http:\/\/j-liebl.de\/wp-content\/plugins\/afc-flv-player\/component.swf\"\/>\n\t<param name=\"quality\" value=\"high\"\/>\n\t<param name=\"FlashVars\" value=\"autoPlay=false&autoBuffer=false&flvPath=http:\/\/www.j-liebl.de\/wp-content\/uploads\/Videos\/Mongolei Reise - 27 Juli.flv&flvImage=http:\/\/www.j-liebl.de\/wp-content\/uploads\/Pictures\/SplashMovie\/videosplash.png&flvTitle=--Julians FLash Player--&startFrame=1&bgColor=0xFFFFFF&fullScreen=true\"\/>\n\t<param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"\/>\n\t<embed src=\"http:\/\/j-liebl.de\/wp-content\/plugins\/afc-flv-player\/component.swf\" FlashVars=\"autoPlay=false&autoBuffer=false&flvPath=http:\/\/www.j-liebl.de\/wp-content\/uploads\/Videos\/Mongolei Reise - 27 Juli.flv&flvImage=http:\/\/www.j-liebl.de\/wp-content\/uploads\/Pictures\/SplashMovie\/videosplash.png&flvTitle=--Julians FLash Player--&bgColor=0xFFFFFF&fullScreen=true\" quality=\"high\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"440px\" height=\"350px\" allowFullScreen=\"true\"><\/embed>\n<\/object>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fch am morgen stehen wir auf. 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