{"id":284,"date":"2008-07-26T20:00:01","date_gmt":"2008-07-26T19:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.j-liebl.de\/?p=284"},"modified":"2008-07-26T20:00:01","modified_gmt":"2008-07-26T19:00:01","slug":"mongolei-reise-26juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-liebl.de\/?p=284","title":{"rendered":"Mongolei Reise &#8211; 26.Juli"},"content":{"rendered":"<p>Leute stehen direkt unter unserm Fenster des Hotels. Sie unterhalten sich lautstark. Ich habe keine Lust aufzustehen und nachzusehen. Josh erbarmt sich schlie\u00dflich und geht zum Fenster. &#8222;Da stehen zwei Leute und fummeln an unseren Maschinen&#8230;&#8220; &#8222;Ber\u00fchren sie sie richtig?&#8220; &#8222;Ja guck selbst.&#8220;<br \/>\nDirekt drei Mongolen. Es sieht wiedermal dannach aus, als ob wir Nachtwache halten m\u00fcssten. Wir diskutieren recht lang. Schlie\u00dflich ist die Idee, unsere gro\u00dfe Regenplane \u00fcber die Motorr\u00e4der zu spannen die simpelste und sicherste Methode. Die Plane \u00fcberdeckt unsere beiden Maschinen komplett. Sollte jemand versuchen an die Maschinen heranzukommen, egal was er versucht, er m\u00fcsste einen riesen Krach veranstallten. Im nachhinhein bin ich \u00fcberrascht. Eine wirkliche einfache L\u00f6sung. Am Anfang haben wir viel zu kompliziert gedacht. Langsam legen wir dies ab.<br \/>\nEndlich Ruhe. Ich mache meine Augen zu und schlafe sofort ein. Mein Schlaf h\u00e4lt nicht lange an. Ich rei\u00dfe meine Augen auf, halte f\u00fcr eine Sekunde inne, und renne nach unten zum Klo. Mir ist Spei\u00fcbel. So \u00fcbel dass das Gleichtgewicht halten mir auf den 20 Metern zur Toilette schwer f\u00e4llt. Zu meinen Pech ist die Toilette besetzt. Ich versuche mich zu beruhigen und lege mich kurz auf den Boden, um zu warten bis der Weg frei ist. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Endlich geht die T\u00fcr auf. \u00dcberrascht gucken mich zwei Mongolenm\u00e4dchen im Alter zwischen 12 und 14 an. Ich gebe ihnen keine Erkl\u00e4rung, sondern stehe direkt auf und schlie\u00dfe die T\u00fcr hinter mir. Zu meinem Gl\u00fcck steht neben dem Klo noch ein M\u00fclleimer. Anders w\u00e4re es sonst nicht gut gegangen. Eine Erkl\u00e4rung der Vorg\u00e4nge bleibe ich dem Leser jetzt schuldig. Als ich den stillen Ort wieder verlasse geht es mir schon deutlich besser. Vor dem Klo steht nun der Nachtw\u00e4chter und grinst mich an. Ich kann es nicht erwiedern. &#8222;Schnurr strax&#8220; geht er hinein. Ich will ihn schon fast aufhalten aber er wei\u00df anscheinend genau was passiert ist. L\u00e4chelnd tr\u00e4gt er den Eimer raus und geht in Richtung Hinterhof.<br \/>\nEndlich wieder im Bett. Leider wiederholen sich die vorrangegangen Vorf\u00e4lle wieder und wieder. Im Teamwork &#8222;arbeite&#8220; ich mit dem Nachtw\u00e4chter zusammen. Sein L\u00e4cheln vergeht nicht.<br \/>\nIrgendwann verfalle ich in einen tiefen Schlaf. Josh weckt mich kurz um zu sagen, dass wir heute nicht weiterfahren werden. Er will erstmal einkaufen gehen. Eigentlich w\u00fcrde ich gerne weiter fahren, muss mir aber selbst eingestehen, dass in Anbetracht der Lage ein weiterkommen eher unsinnig ist. Mir geht es immer noch nicht gut. Mein Kreislauf ist total im Keller. Jeder Versuch aufzustehen wird mit starken Kopfschmerzen und leichter \u00dcbelkeit belohnt. Josh muss sein Motorrad noch schwei\u00dfen lassen und wer wei\u00df wie viel Zeit dies in Anspruch nimmt. Nein, eine Pause heute einzulegen ist wohl das beste. Ich schlafe fast den ganzen Tag. Ab und zu versuche ich etwas zu essen. Gegen Abend geht es immer besser und ich f\u00fchle mich langsam wieder fit. Joshs Maschine ist wieder in Ordnung. Es wurde eine Dicke Schei\u00dfnarbe gesetzt und die Hinterradfederung tut wieder ihren Job. Es sind nun wieder die weichen Federn an seiner Maschine. Meine hat nach wie vor die harten dran. Ich bin mir nicht sicher ob dies so eine gute Idee war.<br \/>\nAls es dunkel wird, spannen wir wieder die Regenplane hin\u00fcber. Diesmal schlafe ich ruhig und kann es kaum erwarten morgen endlich wieder vorran zukommen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leute stehen direkt unter unserm Fenster des Hotels. Sie unterhalten sich lautstark. Ich habe keine Lust aufzustehen und nachzusehen. Josh erbarmt sich schlie\u00dflich und geht zum Fenster. &#8222;Da stehen zwei Leute und fummeln an unseren Maschinen&#8230;&#8220; &#8222;Ber\u00fchren sie sie richtig?&#8220; &#8222;Ja guck selbst.&#8220; Direkt drei Mongolen. 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