{"id":164,"date":"2008-07-24T20:00:41","date_gmt":"2008-07-24T19:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.j-liebl.de\/?p=164"},"modified":"2008-07-24T20:00:41","modified_gmt":"2008-07-24T19:00:41","slug":"mongolei-reise-24juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-liebl.de\/?p=164","title":{"rendered":"Mongolei Reise &#8211; 24.Juli"},"content":{"rendered":"<p>Josh schl\u00e4ft noch tief und fest. Drau\u00dfen auf der weiten Wiese setze ich mich hin und schreibe meinen Tagebucheintrag von gestern. Von den M\u00fccken ist nun nichts mehr zu sehen. Sehr angenehm muss ich sagen. Eine halbe Stunde lang genie\u00dfe ich die Stille im nichts.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nat\u00fcrlich kommt ein Mongole vorbei. Jedesmal eine schwierige Angelegenheit. Was soll man sagen? Weder mit Deutsch, Englisch oder Russisch kommt man weiter. Mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen geht es auch nicht immer glatt. Andere L\u00e4nder andere Gesten. Verbeugt man sich oder gibt man die Hand zur Begr\u00fc\u00dfung? Vielleicht macht man ja auch keins von beidem. Ich habe keine Ahnung. Der Mongole ist jung und deutet immer wieder auf sein Pferd. Will er mir anbieten zu reiten? Ich deute ein par mal auf den Sattel. Er nickt immer wieder. Hier muss ich jetzt anmerken es handelt sich um einen mongolischen Sattel. Diese sind aus Holz, klein, eng und Polster f\u00fcr die empfindlichen &#8222;nicht Mongolen&#8220; gibt es auch nicht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706047_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Schwerenmutes steige ich auf. Das erste Mal auf einen Pferd seid Jahren. Ich meine ich w\u00e4re mal in Mexiko auf einen Pferd gewesen. Genau wei\u00df ich es aber nicht mehr. Ausgerechnet mit einem Mongolischen Sattel muss ich mein Deb\u00fct starten. So unbequem wie ich dachte ist er dann doch nicht. Er f\u00fchrt sein Pferd ein par Mal im Kreis. Von oben herunter rufe ich nach Josh. Schlie\u00dflich wacht auch er auf.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eWas ist los?\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eIch dachte dass du vielleicht auch reiten willst.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eReiten?\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eJa reiten.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eWieso reiten?\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eHier ist ein Mongole mit Pferd.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Josh w\u00e4lzt sich aus dem Zelt und lacht. \u201eSo werd ich hier geweckt.\u201c Josh schwingt sich auch noch aufs Pferd und dreht ein par R\u00fcndchen. Was geben wir ihm als Dankesch\u00f6n? Auf dem Motorrad fahren wird als Gegenleistung angeboten. Meine Maschine muss daf\u00fcr hinhalten. Schlie\u00dflich startet sie ja ohne anschieben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706049_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Besorgt schaue ich dem Mongolen zu. H\u00e4ufig h\u00f6re ich die Sto\u00dfd\u00e4mpfer durchschlagen. Schlie\u00dflich bleibt er im Feld stecken und erdrosselt den Motor. Ich komme ihm zur Hilfe. Skeptisch stellt er die Maschine ab und deutet auf sein Pferd. Motorr\u00e4der sind wohl nicht seine Leidenschaft.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zur\u00fcck auf der Stra\u00dfe geht es nun Richtung Karakorum. Diesmal nehmen wir die richtige Abzweigung. Kamele kreuzen die Stra\u00dfe. Josh steigt begeistert ab. Die Fotokamera ist binnen Sekunden drau\u00dfen. Auf der linken Seite ist ein kleiner See. Dort ziehen die Kamele hin.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706058_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">4 junge Mongolen kommen Josh entgegen. Er ist bereits unten am See. Ich k\u00fcmmere mich derweil um meine Maschine. Sie verschluckt sich wieder in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden und diesmal ist keine Tankstelle in der N\u00e4he. Vielleicht bringt der \u201eBenzin\/Z\u00fcndkerzen\u201c &#8211; Trick die Heilung. Josh schie\u00dft ein par lustige Fotos mit den Kamelen und den drei Mongolen. Er l\u00e4sst ihnen noch einen par Buntstifte da als Dankesch\u00f6n.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706098_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706120_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Meine Maschine f\u00e4hrt wieder ihre normalen 40 km\/h. Nach ca. 2 Stunden auf recht guten Asphaltstra\u00dfen erreichen wir das Kloster. Es liegt nicht vor sondern in Karakorum und ist ein wahrer Touristen Magnet. Wir stellen die Motorr\u00e4der vor den Klostermauern ab. Sofort kommen Mongolen von den Touristenbussen auf uns zu und untersuchen unsere Maschinen. Es bleibt nicht beim Augenkontakt. An Teilen wird wie selbstverst\u00e4ndlich ger\u00fcttelt und gesch\u00fcttelt. F\u00fcr uns nat\u00fcrlich unangenehm. Wissen wir doch um die Empfindlichkeit unserer Bikes. Au\u00dferdem merken wir, dass wir schlecht ins Kloster reingehen k\u00f6nnen ohne jemanden zu finden der aufpasst. Schlie\u00dflich bleibe ich drau\u00dfen stehen und bewache die beiden, w\u00e4hrend Josh drinnen Fotos macht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706248_resized.jpg?width=400&amp;height=597\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"597\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706235_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706261_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706202_resized.jpg?width=540&amp;height=361\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/iloapp.j-liebl.de\/data\/_gallery\/public\/10\/1222706202_resized.jpg?width=540&amp;height=361\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"297\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">So interessant finde ich diese Kl\u00f6ster sowieso nicht. Hei\u00df ist es und ich ziehe meinen Hut tief in die Stirn. Ein mongolisches P\u00e4rchen kommt auf mich zu und will ein Foto mit mir und den Maschinen haben. Ich willige ein. Die Frau stellt sich noch mit dazu. Begeistert deutet sie auf meinen Helm. Ich nicke und sie zieht ihn auf. Vier Fotos werden gemacht. Sie danken mir uns gehen ins Kloster. Nach gesp\u00fcrten 45 Minuten ist Josh wieder da. Mein Magen knurrt und wir suchen ein Restaurant. Gl\u00fcck haben wir. Gerade als wir eins gefunden haben f\u00e4ngt es an zu Regnen. Beim bestellen ist es immer gut, so jemand wie Uyanga zu kennen. Wir rufen sie kurz an und sie ordert f\u00fcr uns. Eine Stunde verbringen wir mit nichts tun. Wir m\u00fcssen den Regen abwarten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Tzetzerlerg sollten wir heute noch schaffen. Auf dem Weg kommen uns alle 2 Kilometer Toyota Rally Jeeps entgegen. Jedesmal finden wir uns in einer Staubwolke wieder, die meine Augen tr\u00e4nen l\u00e4sst. Die Stra\u00dfen sind nun Miserabel. Schlagl\u00f6cher und am schlimmsten Bodenwellen lauern \u00fcberall. Gegen Abend erreichen wir ein kleines Dorf (5 H\u00e4user) mit Fluss. Er ist sauber und l\u00e4dt zum Baden ein. Das haben wir dringend n\u00f6tig. Gerade wollen wir das Zelt aufschlagen, schon kommt wieder ein Mongole. Ich bin genervt. Wollte ich doch direkt ins Wasser springen. Nun m\u00fcssen wir wieder auf unsere Sachen aufpassen. Er durchsucht alles. Er macht sogar zwei Gl\u00e4ser auf bevor Josh und Ich ihn stoppen k\u00f6nnen. Immerhin wissen wir jetzt was wir heute Abend essen m\u00fcssen. Wir reiten ein bisschen auf seinen Pferd. Ein Freund kommt auf einem Motorrad vorbei. Er ist ein bisschen h\u00f6flicher und durchw\u00fchlt nicht direkt unsere Sachen. Wir lassen sie ein bisschen auf unseren Maschinen fahren. Besorgt schaue ich ihnen zu. Morgen muss ich wohl mehr als nur eine Schraube nachziehen. Wir ziehen es vor doch den Zeltplatz wo anders aufzuschlagen. Zu merkw\u00fcrdig ist uns die neue Bekanntschaft. Josh schl\u00e4gt die andere Seite des Flusses vor. Ich w\u00fcrde am liebsten noch 20 Kilometer weiterfahren. Dort auf der anderen Seite bleiben wir bestimmt nicht allein. So ist es dann auch. Wir haben unseren Mongolen noch zum Abendessen an der Backe. Am Ende fehlt meine Kopflampe. Er ist nicht mehr zu finden. Meine Laune ist im Keller. Das bekommt Josh auch zu sp\u00fcren, was mir nat\u00fcrlich Leid tut. Wir beschlie\u00dfen Nachtwache zu halten. Josh \u00fcbernimmt die erste Schicht ich die zweite. Das hei\u00dft f\u00fcr mich erstmal schlafen und um drei wieder wach werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Josh schl\u00e4ft noch tief und fest. Drau\u00dfen auf der weiten Wiese setze ich mich hin und schreibe meinen Tagebucheintrag von gestern. Von den M\u00fccken ist nun nichts mehr zu sehen. Sehr angenehm muss ich sagen. Eine halbe Stunde lang genie\u00dfe ich die Stille im nichts. 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